Wer trotz Corona-Verbots nach 23 Uhr sein Lokal offen hält, dem droht eine Geldstrafe von bis zu 30.000 Euro. Ein Nobelitaliener in der Wiener Innenstadt hat sich dieser Regel widersetzt und muss nun ganz schön tief ins Börsel greifen. Ausser der strenge Magistratsdirektor drückt ein Auge zu, der normalerweise keine Gnade kennt. Aber vielleicht diesmal. Niemand geringer als unser Staatsoberhaupt Alexander Van der Bellen und seine First Lady amüsierten sich nach Mitternacht im Schanigarten vor dem City-Italiener „Sole“. Zu klären gilt nun, ob es nach Sperrstunde noch zu einer Bewirtung des Paares kam. Van der Bellen und seine Frau werden bestimmt wahrheitsgemäß darüber Auskunft geben können.
Dass die Geschichte überhaupt ans Licht der Öffentlichkeit kam, liegt an einer Amtshandlung der Wiener Polizei. Einer Streife fiel das ältere Paar um 0:18 Uhr im Schanigarten des Restaurants auf, dass plaudernd und konsumierend angetroffen wurde. Polizeisprecher Patrick Maierhofer bestätigte den Einsatz am Sonntag. „Mediale Berichte, wonach es sich bei einer der in dem Schanigarten eines Lokals in der Wiener Innenstadt angetroffenen Personen um den Herrn Bundespräsidenten handelt, werden bestätigt.“
Auf Nachfrage der „Krone“ gesteht Bundespräsident Alexander Van der Bellen „einen Fehler“ ein: „Ich bin erstmals seit dem Lockdown mit zwei Freunden und meiner Frau essen gegangen. Wir haben uns dann verplaudert und leider die Zeit übersehen. Das tut mir aufrichtig leid. Es war ein Fehler“, bedauert der Bundespräsident gegenüber der Zeitung.
Scharfe Kritik an Bundespräsident Van der Bellen kommt vom FPÖ-Generalsekretär: "Nach dem Abstands-Fiasko von Kanzler Kurz im Kleinwalsertal sei das die zweite klare Übertretung durch einen der höchsten Repräsentanten der Republik innerhalb kürzester Zeit. Kurz und Van der Bellen beweisen mit ihrem Verhalten selbst, wie unnütz und unpraktikabel die Anordnungen der schwarz-grünen Regierung sind", lautet der Vorwurf der Regierungsopposition.
Noch vor drei Wochen forderte Alexander Van der Bellen in einer Fernsehansprache von den Österreichern den Zusammenhalt und Disziplin ein. “Wir werden auch diesen Wiederaufbau hinbekommen”, sagte er, zitierte “Mutig in die neuen Zeiten…” aus der Bundeshymne und stellte fest: “So sind wir.”
Offen blieb, wen und was der Präsident damit meinte, und viele fragten sich danach: Wie sind wir eigentlich? Grüne Altfundis etwa, die es sich im mondänen Machtzirkeln bequem gemacht haben, junge und mittlere Grün-Revoluzzer vielleicht auch, die zum Schluss kamen, dass Make up, Nagellack und Fön in der Krise der beste Schutz vor Virenübertragung ist? Auch das sind wir. Scheiß auf die Regeln.
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