Wien

Strache soll sich Antreten bei Wien-Wahl abschminken

© APA/Hochmuth

In der Debatte um den Wohnsitz von Heinz-Christian Strache ist ein neuerliches Indiz dafür aufgetaucht, dass seine Wohnadresse in Klosterneuburg womöglich sein eigentlicher Hauptwohnsitz ist. Eine Klage gegen einen vom SPÖ-Klub betriebenen Polit-Blog, die von einem Anwalt in Wien in Kooperation mit einer Kanzlei aus Salzburg verschickt wurde, soll dies belegen. Im Briefkopf wird Antragsteller HC Strache mit Adresse in Klosterneuburg angegeben.

“Wohnhaft” als politische Metapher

Schon seit Tagen wird darüber diskutiert, wo der ehemalige FPÖ-Chef wirklich in Wien wohnt. Er behauptet, im 3. Wiener Gemeindebezirk seinen Wohnsitz zu haben und in Klosterneuburg nur an Wochenenden mit seiner Familie zu verbringen. Heinz-Christian Strache muss in Wien wohnhaft sein, um bei der Wien-Wahl antreten zu können. Die Kleinpartei “Wandel” hat das als erstes angezweifelt und eine Sachverhaltsdarstellung bei der Staatsanwaltschaft eingebracht.

Leben und Übernachten rund um Wien

Inzwischen hat auch die FPÖ angegeben, dass Strache mit seiner Ehefrau seit Jahren in Klosterneuburg lebt. Seine Mutter habe im Zuge der Casinos-Ermittlungen ausgesagt, dass ihr Sohn “seit mindestens 19 Jahren” nicht an der als Hauptwohnsitz angegebenen Adresse in Wien-Landstraße wohnhaft sei.

Die Partei “Team HC Strache, Allianz für Österreich” bangt um seinen Spitzenkandidat| © APA/Harald Schneider

Strache Klage gegen SPÖ wird zum Bumerang

Die Klage gegen kontrast.at bezieht sich auf einen Bericht über Straches Spesen-Affäre. Als Wohnadresse gibt der Anwalt nicht die Adresse seiner vermeintlichen Wiener Wohnung an, sondern eine Straße in Klosterneuburg. Datiert ist das Schreiben, das auf der Homepage von kontrast.at zu sehen, ist mit 21. Juli 2020.

(APA/red)

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